World, wide ... weg!: Myanmar

15.06.2022
Fotos: Maurice Klapp

Maurice Klapp, Inhaber und Geschäftsführer von Maurice K Beauty, sagt über sich selbstironisch, er habe „Creme im Blut“ – so allgegenwärtig ist für ihn die Kosmetik. In seiner Kolumne erzählt der Beauty-Allrounder von Kuriositäten und besonderen Erlebnissen, die ihm auf seinen unzähligen weltweiten Reisen im Dienste der Kosmetik begegnet sind.

„In Myanmar ist es normal, mit einem

weiß bemalten Gesicht rumzulaufen."

Weit weg von den eingetretenen Touristenpfaden, direkt angrenzend an Thailand, China, Laos und Indien, liegt das wunderschöne Land Myanmar, vielen vielleicht noch bekannt als Burma.

Meine Reise startete in der früheren Königstadt Mandalay und führte mich entlang des Irawadi-Flusses einmal durch das Land mit seinen unglaublich herzlichen und freundlichen Menschen.

Das finale Ziel der Reise war das Tal der Tempel in Bagan, das mit seinen über 2.000 Tempeln und Pagoden zu den UNESCO-Welterben zählt. Doch wie bei allen meinen Reisen ist der Weg das eigentliche Ziel. Ich konnte in vielen Dörfern und Städtchen anhalten und mehr über die Beauty-Geheimnisse der Frauen in Myanmar lernen. Denn schon bei meiner Ankunft fielen mir die vielen Frauen, Kinder und Männer auf, die eine Art weiße Paste im Gesicht hatten. Das hat mich natürlich neugierig gemacht. Auf einem lokalen Markt bin ich dann auf Spurensuche gegangen und wurde relativ schnell fündig. Bei der weißen Paste handelt es sich um Thanakapaste, die aus Rinden verschiedenster, in Südostasien verbreiteter, Bäume hergestellt wird. Die Thanakapaste wird in Myanmar als natürliche Kosmetik benutzt. Sie soll dem Gesicht ein frisches und jugendliches Aussehen verleihen. Die Paste soll auch gegen UV-Strahlung der Sonne schützen und bei den hohen Temperaturen kühlend wirken. Darüber hinaus hat sie auch den Ruf, gegen Hautalterung und bei Krankheit gegen Husten und Erkältung zu wirken. Als ich das gehört habe, war ich natürlich schwer beeindruckt und musste es selbst testen. Die nette Händlerin nahm daraufhin die entsprechende Rinde und hat sie mit Wasser auf einem Reibstein zu Thanakapaste verarbeitet.

Die Paste war daraufhin ein treuer Begleiter auf meiner weiteren Reise ins Tal der Tempel. In Myanmar ist es gang und gäbe mit einem weiß bemalten Gesicht rumzulaufen. Das wäre bei uns in Deutschland kaum vorstellbar. Die kritischen Blicke wären einem sicher. Aber was tut man nicht alles für die Schönheit, nicht wahr?

Das nächste Mal geht‘s nach: Südkorea
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