Wo liegen Ihre Stärken und wo Ihre Schwächen? Wofür schlägt Ihr Herz, was begeistert Sie und wovon wollen Sie sich absolut distanzieren? Was ist Ihnen Schönes passiert, was Sie nicht mehr missen möchten? Es ist wichtig, das eigene Profil zu schärfen. Präsentieren Sie sich als „Marke“ und stellen Sie Ihre Einzigartigkeit in den Fokus.
Business & Community
Einzigartigkeit findet man in der heutigen Zeit immer weniger. Der Markt überrascht ständig mit neuen Produkten, die oft auch mit Dienstleistungen verbunden sind. Dadurch werden diese immer austauschbarer. Wie kann man sich jetzt dennoch von der Konkurrenz abheben und zeigen, dass die eigene Leistung einzigartig ist? Das geht nur noch über uns selbst. Hier haben wir die Möglichkeit, unsere eigene Stärke zu zeigen, vielleicht sogar Schwächen zu offenbaren, denn beides ist einzigartig und macht aus, was wir sind.
Sich zeigen und positionieren
Nur wenn wir wissen, wer wir sind, können wir uns zeigen und entsprechend positionieren. Diese Positionierung zeugt auch von Kompetenz. Hierbei unterscheiden wir drei verschiedene Komponenten:
- Fachliche Kompetenz: das, was wir gelernt haben
- Soziale Kompetenz: der Umgang mit und das Verständnis zu anderen Menschen
- Methodische Kompetenz: Das ist unter anderem die Fähigkeit, das erlernte Wissen auch in die Praxis umzusetzen.
Stärken herausarbeiten
Im nächsten Schritt geht es darum, die Stärken in den jeweiligen Bereichen herauszuarbeiten.
- Fachliche Kompetenz: Welchen Beruf haben Sie und was haben Sie hier gelernt? Auch Sprachkenntnisse gehören unbedingt dazu.
- Soziale Kompetenz: Wie steht es um Ihr Einfühlungsvermögen in Ihre Kundinnen und Kunden und deren Wünsche und Bedürfnisse und Wünsche? Können Sie Ihnen diese im Rahmen Ihrer fachlichen Kompetenz vermitteln und Ihnen auch Sicherheit geben?
- Methodische Kompetenz: Können Sie Produkte ausgerichtet auf das jeweilige Hautproblem der Kundin oder des Kunden sicherstellen und diese auch anwendergerecht in der Haut verarbeiten?
Ihr Charakter ist entscheidend
Im Rahmen der sozialen Kompetenz ist es wichtig zu eruieren, welcher Charaktertyp Sie sind. Sind Sie eher
- der harmonische Typ (legt Wert auf einen freundlichen Umgang und ist sehr interessiert am Gegenüber. Beständigkeit und Nähe sind Stärken, ebenso Kontaktfreudigkeit. Netzwerkend und offen für Nachhaltigkeit.)
- der sachliche Typ (will über alle Hintergründe wie Kosmetik, Hautbeschaffenheit und so weiter alles wissen. Im Umgang mit Menschen eher distanziert. Steht für Beständigkeit, perfekte Vorbereitung (Terminplanung). Ist ordnungsliebend und mag es klar und reduziert auch in der Einrichtung.)
- der dynamische Typ (kommt gleich zur Sache und fackelt nicht lange. Erklärt neue Produkte zügig mit ihren Vorteilen und erwartet die direkte Kaufentscheidung der Kundin. Sehr effizient in der Arbeitsweise.)
- der flexible Typ (Liebt Veränderungen und die Freiheit, diese direkt umzusetzen. Hat ein breites Portfolio, sowohl in den Angeboten als auch bei den Lieferanten. Arbeitet hier immer mit mehreren zusammen. Liebt den Menschenkontakt, plant aber nicht lang-, sondern eher kurzfristig.)
Die meisten Menschen finden sich in zwei Schwerpunkten wieder.
Die zentralen Fragen: Was, wie, warum?
Die meisten Kosmetikerinnen und Kosmetiker arbeiten allein im Unternehmen. Die Marke als Mensch ist also untrennbar mit der Marke des Unternehmens verbunden. Nun ist es wichtig zu klären, in welchen Punkten Sie sich von der Konkurrenz abheben? Hierbei sind folgende Fragen relevant:
- Was machen Sie besser als Ihre Konkurrenten?
- Welche Dienstleistungen und Produkte bieten Sie an, die sich von anderen unterscheiden?
- Was sind Ihre Werte, verbunden mit Ihren Charaktereigenschaften?
- Wie arbeiten Sie?
- Wie ist Ihr Selbstverständnis und Ihr Unternehmensleitbild?
- Warum arbeiten Sie genau so, wie Sie es tun?
- Warum ist Ihre Arbeit sinnvoll und was wollen Sie mit ihr bei Ihrer Kundschaft erreichen?
- Warum kommt Ihre Kundschaft?
Das „Warum“ entscheidet!
Bei den drei Fragestellungen ist die des „Warum“ eigentlich am wichtigsten, denn das ist der eigentliche Grund, warum Kundinnen und Kunden zu Ihnen kommen, buchen und gegebenenfalls auch Zusatzprodukte kaufen.
Fazit
Natürlich können Sie bei Ihren Kundinnen und Kunden kommunizieren, was Sie alles können, aber Sie müssen das auch beweisen - das ist die große Kunst. Kundinnen und Kunden nehmen Sie nämlich nur dann als Marke wahr, wenn sie auch Ergebnisse präsentiert bekommen. Und die müssen ihnen nicht nur gefallen, sondern sie müssen sie überzeugen und begeistern, sodass sie wiederkommen und auch bei Ihnen bleiben.