Wer in der Beauty-Branche arbeitet, sollte nicht nur über die neuesten Trends in Sachen Treatments und Cremes Bescheid wissen. Vertreibst du Kosmetikprodukte, kommst du am Thema Recht im Beauty Business nicht vorbei. Fehlende Compliance kann teuer werden und birgt Risiken wie Abmahnungen, Produktrückrufe oder Imageschäden. Ein tiefes Verständnis des Kosmetikrechts, der Kosmetikverordnung der EU und Kosmetik Kennzeichnungspflichten schützt Labels aller Größen.
Rechtliche Grundlagen für Kosmetikmarken
Die wichtigste Basis in Sachen Kosmetikrecht Deutschland ist die Kosmetikverordnung der EU bzw. EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Sie legt fest, was ein Kosmetikprodukt ist, welche Inhaltsstoffe verboten sind, wie ein Produkt gekennzeichnet werden muss und wie Sicherheitsbewertungen ablaufen müssen. Zusätzlich gelten:
- CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008: regelt Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung bestimmter Stoffe
- Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB): gilt als zentrale Norm des deutschen Kosmetikrechts
- Verbraucherrecht & UWG: spielt bei Preisangaben, Rückgaberechten und Werbeaussagen eine Rolle
Produktsicherheit in der Kosmetik und Kennzeichnungspflichten
Der Kern der Kosmetikverordnung der EU ist die Produktsicherheit. Bevor ein Produkt verkauft wird, muss laut Recht im Beauty Business ein Sicherheitsbericht erstellt werden, in dem mikrobiologische Analysen, Stabilitätstests und toxikologische Bewertungen enthalten sind. Zudem gilt eine Kennzeichnungspflicht von Kosmetikprodukten. Dabei sind folgende Angaben Pflicht:
- Inhaltsstoffe
- Mindesthaltbarkeits- oder Period-after-opening-Angabe
- Nenninhalt
- Chargennummer
- besondere Warnhinweise
- Name und Adresse der verantwortlichen Person
Werbung im Kosmetikrecht
Zu den größten rechtlichen Fallstricken im Beauty Business gehören Werbeaussagen. Die EU-Claim-Verordnung verpflichtet Marken zu wahrheitsgemäßen, nicht irreführenden Aussagen. Das heißt: Begriffe wie „Anti-Aging“ oder „straffend“ müssen wissenschaftlich belegt sein. Zudem dürfen Kosmetikprodukte nicht wie Arzneimittel wirken. Wichtig ist darüber hinaus, dass Influencer ihre Beiträge klar als Werbung kennzeichnen.
Datenschutz und Recht im Beauty Business
Weitere rechtliche Fallstricke im Beauty Business: Verkaufst du Kosmetikprodukte, musst du das Thema Datenschutz auf deine To-do-Liste setzen und die DSGVO erfüllen. So spielen etwa rechtssichere Einwilligungen beim Newsletter-Marketing, Cookie-Hinweise oder transparente Datenschutzerklärungen eine Rolle. Außerdem solltest du auf einen sorgfältigen Umgang mit Kundenbewertungen und Tracking-Daten achten. Onlineshops müssen Informationspflichten, Preistransparenz und Rückgaberechte erfüllen.
Was du in puncto Nachhaltigkeit beachten solltest
Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle im Beauty Business. Doch du solltest laut Recht im Beauty Business aufpassen, dass du kein Greenwashing in der Kosmetik betreibst. Begriffe wie „vegan“ oder „klimaneutral“ sind schließlich rechtlich heikel. Achte darauf, dass deine Claims messbar und belegbar sind und du sie nicht nur nutzt, um dein Produkt besser dastehen zu lassen.
Checkliste: rechtliche Anforderungen im Beauty Business
Zu guter Letzt haben wir hier noch eine kurze Checkliste für rechtliche Anforderungen in der Kosmetik für dich:
- Sind Sicherheitsbericht und PIF vollständig?
- Ist die Kennzeichnung gemäß Kosmetikverordnung EU korrekt?
- Sind Claims belegbar?
- Ist die DSGVO umgesetzt?
- Ist ein markenrechtlicher Schutz vorhanden?
- Sind Nachhaltigkeits-Claims rechtskonform?
Welche Gesetze gelten für Kosmetikunternehmen?
In der EU gilt die Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 als zentrales Gesetz. Zudem spielen die CLP-Verordnung, LFGB, DSGVO, UWG und nationale Verbraucherschutzregeln eine Rolle.
Was darf man in der Kosmetikwerbung versprechen?
Werbeaussagen müssen belegbar und dürfen nicht irreführend sein. Wirkungsversprechen sind nur erlaubt, wenn sie durch Studien belegt werden können. Zudem darf ein Kosmetikprodukt nicht nach Arzneimittel klingen.
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BEAUTY FORUM - Redaktion
Hinweis: Dieser Inhalt ist teilweise KI-generiert.