Kreislaufwirtschaft in der Kosmetik – für eine nachhaltige Schönheitsindustrie

15.01.2026
Foto: Oksana Mizina/Shutterstock.com

Die Kosmetikindustrie steht vor einem Wandel: Jahrzehntelang folgte sie dem Take-Make-Dispose-Prinzip. Das bedeutet, dass Rohstoffe gewonnen, verarbeitet, genutzt und dann weggeworfen werden. Doch Ressourcenknappheit, Verpackungsmüll, Mikroplastik und ein hoher CO₂-Ausstoß machen deutlich, dass das Modell keine Zukunft hat. Die Kreislaufwirtschaft in der Kosmetik, auch Circular Economy Kosmetik genannt, bietet eine nachhaltige Alternative und setzt auf geschlossene Kreisläufe statt kontinuierlichem Verbrauch. Und Labels legen immer öfter Wert auf grüne Kosmetik und nachhaltige Pflegeprodukte.

Das bedeutet Kreislaufwirtschaft in der Kosmetik

Die Circular Economy verfolgt das Ziel, Materialien und Energie lange im Kreislauf zu halten. Nachhaltige Kosmetik soll so entwickelt, produziert und genutzt werden, dass Abfall minimiert und Ressourcen geschont werden – Stichwort Zero Waste Beauty. Statt Entsorgung stehen Wiederverwendung, Reparatur und Recycling im Fokus. In der Kosmetik bedeutet das: nachhaltige Rohstoffe, langlebige Verpackungen und transparente Produktionsketten.

Die Säulen der Kreislaufwirtschaft in der Kosmetik

Circular Economy basiert auf mehreren Grundprinzipien:

  • Reduktion: Weniger Verpackung, Energieverbrauch, unnötige Inhaltsstoffe
  • Umweltfreundliche Verpackungen in der Kosmetik: Zero Waste Beauty dank Refill-Konzepten, wiederverwendbaren Behältern, langlebigen Designs
  • Recycling in der Kosmetikbranche: Nutzung von Monomaterialien, um Verpackungen für nachhaltige Kosmetik wiederverwertbar zu machen
  • Upcycling: Abfallprodukte werden zu wertvollen Ressourcen – z. B. Fruchtschalen als Peelingpartikel
  • Regenerative Prozesse: Produktion, die Biodiversität schützt und erneuerbare Ressourcen einsetzt

Nachhaltige Inhaltsstoffe und Produktionsprozesse

Die Beauty-Branche setzt immer öfter auf biologisch abbaubare Formulierungen, natürliche Tenside, regionale Rohstoffe und grüne Chemie. Letztere beschreibt Verfahren, die weniger Energie verbrauchen, Abfall reduzieren und ohne problematische Lösungsmittel auskommen. Auch Fermentation und biotechnologische Prozesse gewinnen an Bedeutung für die ressourcenschonende Kosmetikproduktion.

Verpackungsinnovationen: Der Schlüssel zu geschlossenen Kreisläufen

Auch Verpackungen werden zum Teil der nachhaltigen Schönheitsindustrie. Aktuelle Circular Economy Kosmetik Trends sind etwa:

  • Refill-Systeme für Duschgel, Shampoo, Cremes
  • Recycelte Materialien wie rPET oder PCR-Kunststoffe
  • Kompostierbare Verpackungen aus Biopolymeren
  • Pfand- und Rückgabesysteme, die Verpackungen zurück in den Kreislauf bringen

Best Practices aus der Beauty-Branche

Einige Kosmetik-Labels bieten Beispiele für Circular Economy in der Kosmetikindustrie. So arbeitet etwa Lush mit festen, unverpackten Produkten und Rückgabesystemen für ihre nachhaltige Kosmetik. The Body Shop nutzt Refill-Stationen und nachhaltige Verpackungslösungen für Beauty-Produkte. Und Weleda setzt auf regenerative Landwirtschaft und gehört zu den Kosmetikmarken mit Refill-System. Zudem gibt es Manufakturen, die lokal und plastikfrei produzieren und auf Zero Waste Beauty setzen.

Die Rolle von Konsumenten und Konsumentinnen

Natürlich spielen auch Verbraucher eine Rolle in der Circular Economy Kosmetik und Zukunft der nachhaltigen Kosmetikproduktion. Dies funktioniert schließlich nur, wenn sie bewusste Entscheidungen treffen und Tipps für umweltfreundliche Kosmetik im Alltag beherzigen. Konsumenten und Konsumentinnen sollten sich etwa fragen, welche Produkte sie tatsächlich benötigen und auf Siegel wie NATRUE oder COSMOS achten. Zudem ist es eine gute Idee für eine nachhaltige Schönheitsindustrie auf regionale Manufakturen zu setzen.

Wie funktioniert Kreislaufwirtschaft in der Kosmetik?

Sie funktioniert, indem Rohstoffe, Verpackungen und Energie in geschlossenen Kreisläufen gehalten werden. Produkte werden so gestaltet, dass sie wiederverwendbar oder recycelbar sind und durch ressourcenschonende Prozesse entstehen.

 

BEAUTY FORUM - Redaktion

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