Jede Kosmetikerin und jeder Kosmetiker ist individuell, doch eines verbindet die gesamte Branche: die Liebe zur Kosmetik! In unserer Serie erzählen uns BEAUTY FORUM-Leserinnen und -Leser ihre ganz persönlichen Geschichten im schönsten Beruf der Welt.
Theresa Friedrich · www.hautplus.info
1. Warum wurden Sie Kosmetikerin?
Schon in jungen Jahren habe ich mich intensiv mit dem Thema Hautgesundheit beschäftigt – nicht zuletzt, weil ich selbst Hautprobleme hatte. Diese Erfahrungen haben in mir den Wunsch geweckt, tiefer zu verstehen, wie man die Haut langfristig unterstützen und verbessern kann. Für mich bedeutet Kosmetik weit mehr als ein wenig Wellness: Ich sehe darin die Möglichkeit, nachhaltige Ergebnisse zu erzielen, Hautprobleme wirksam zu behandeln und meinen Kundinnen und Kunden ein dauerhaft besseres Hautgefühl sowie mehr Wohlbefinden zu schenken.
2. Wie kam es dazu, dass Sie ein eigenes Institut gegründet haben?
Im Gegensatz zu vielen anderen in der Branche habe ich eine klassische duale, staatlich anerkannte Ausbildung absolviert – mit Berufsschule und Praxis im Institut. Mir war es wichtig, eine wirklich fundierte Basis zu haben, denn in der Kosmetik gibt es leider noch immer keinen einheitlichen Ausbildungsstandard, sodass viele Quereinsteiger mit kurzen Schulungen arbeiten. Schon während der Ausbildung wusste ich, dass ich mein Wissen bestmöglich nutzen und meine eigenen Ideen verwirklichen möchte. Hinzu kommt, dass in meiner Familie viele selbstständig sind. Es könnte also vielleicht durchaus sein, dass mir der Unternehmergeist einfach im Blut liegt.
3. Was würden Sie heute anders machen?
Wenn ich auf meinen bisherigen Weg zurückblicke, würde ich nichts anders machen. Jeder Schritt kam genau zur richtigen Zeit und passte zu meinem Alter, meinem Wissensstand und meiner persönlichen Entwicklung.
Ich bin sehr froh, nach der Ausbildung zunächst als Angestellte gearbeitet zu haben, denn diese Zeit hat mir wertvolle Erfahrungen gebracht.
Umso stolzer bin ich heute, dass ich mir mein eigenes Institut aufbauen konnte – und mittlerweile sogar Unterstützung durch Mitarbeiterinnen habe, die ergänzende Behandlungen anbieten.
4. Welche Behandlungen bieten Sie an?
In meinem Institut hat jede Behandlung
ihren eigenen Ansprechpartner, sodass unsere Kundinnen und Kunden immer in den besten Händen sind. Mein Schwerpunkt liegt auf Hautgesundheit, apparativen Gesichtsbehandlungen sowie auf Permanent Make-up. Eine meiner Mitarbeiterinnen ist auf Fine Line Tattoos spezialisiert, zwei weitere kümmern sich um die Fußpflege, und eine davon unterstützt mich zunehmend auch im Bereich der Gesichtsbehandlungen. Dabei lege ich großen Wert darauf, jede Behandlung individuell auf die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden abzustimmen. Vor jeder Behandlung stehen daher eine ausführliche Hautanalyse und Beratung, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Zudem arbeite ich ausschließlich mit hochwertigen Produkten, die hautverträglich und effektiv sind. Meine Intention ist es, sichtbare Resultate zu erzielen und gleichzeitig ein Gefühl von Entspannung und Wohlbefinden zu schenken.
5. Haben Sie ein Alleinstellungsmerkmal?
Mein besonderes Alleinstellungsmerkmal ist, dass ich als eine der wenigen in unserer Region die Qualifikation als Kosmetikmeisterin erworben habe. Der Meistertitel steht für höchste fachliche
Kompetenz, fundiertes Wissen und einen hohen Anspruch an Qualität – und genau das spüren auch meine Kundinnen und Kunden in jeder Behandlung.
6. Was sind Ihrer Meinung nach die Beauty-Trends für 2026?
Ich sehe die kommenden Beauty-Trends ganz klar in Richtung Natürlichkeit. Sowohl beim Permanent Make-up als auch in der Hautpflege rückt der Wunsch nach einem gesunden, gepflegten und authentischen Hautbild immer stärker in den Vordergrund – ganz ohne dickes Make-up. Statt künstlicher Effekte wünschen sich die Menschen heute Ergebnisse, die ihre natürliche Schönheit unterstreichen.
7. Was war Ihr kuriosester, witzigster oder peinlichster Moment als Kosmetikerin?
Ein besonders peinlicher Moment in meinem Berufsalltag war, als ich versehentlich zwei Kundinnen zur gleichen Uhrzeit einbestellt hatte. Plötzlich standen beide gleichzeitig vor mir im Institut. Zum Glück war eine davon meine Nachbarin, die das Ganze mit Humor genommen hat – und ich konnte sie einfach später am Abend einschieben. Heute kann ich darüber lachen, aber in dem Moment war es mir wirklich unangenehm.
8. Kosmetikerin zu sein bedeutet für mich ...
Für mich ist Kosmetikerin zu sein nicht einfach nur ein Beruf, sondern eine echte Berufung. Mein Institut, das ich mir in den letzten Jahren Schritt für Schritt aufgebaut habe, ist mein Herzensprojekt und gibt mir die Möglichkeit, mich vollkommen zu verwirklichen.
Diese Arbeit bedeutet mir alles – nicht nur weil ich meine Leidenschaft leben darf, sondern auch weil ich mir damit eine solide Basis für meine Zukunft geschaffen habe und selbstbestimmt für mich vorsorgen kann.
Am meisten erfüllt mich, wenn ich sehe, wie sich meine Kundinnen nach einer Behandlung entspannen und mit einem Lächeln im Gesicht gehen. Zu wissen, dass ich mit meiner Arbeit das Selbstbewusstsein und das Wohlbefinden anderer stärken kann, ist für mich das schönste Feedback. Jeder Tag bringt neue Begegnungen und Herausforderungen, iddie mich wachsen lassen und meinen Beruf so abwechslungsreich machen. Ich kann also wirklich sagen, dass ich mir keinen erfüllenderen Weg vorstellen könnte.
Dieser Artikel stammt aus dem Fachmagazin BEAUTY FORUM
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