Xanthelasmen und Syringiome

30.04.2026
Foto: Dr. med. Christian Drerup

Die Xanthelasmen und Syringiome sind zwei gutartige Hautveränderungen, die bevorzugt im Bereich der Augenlider auftreten. Aufgrund ihrer ähnlichen Lokalisation und ihres meist gelblich-hautfarbenen Erscheinungsbildes werden sie häufig verwechselt. Dennoch unterscheiden sie sich deutlich in Ursache und Bedeutung.

Xanthelasmen sind gelbliche, flache und weiche Plaques, die meist symmetrisch im Bereich der Ober- und Unterlider, insbesondere nahe des inneren Augenwinkels, auftreten. Es handelt sich um Fetteinlagerungen in der Haut. Sie können isoliert vorkommen, stehen jedoch nicht selten im Zusammenhang mit erhöhten Blutfettwerten. Bei allen Patientinnen und Patienten sollte daher bei der Erstdiagnose eine Kontrolle des Fettstoffwechsels erfolgen. Xanthelasmen verursachen keine Beschwerden, können aber im Verlauf langsam größer werden.


Syringiome hingegen sind kleine hautfarbene bis leicht gelbliche, derbe Papeln, die von den Ausführungsgängen der Schweißdrüsen ausgehen. Sie treten häufig multipel und symmetrisch an den Unterlidern auf. Im Gegensatz zu Xanthelasmen bestehen keine Zusammenhänge mit Fettstoffwechselstörungen oder anderen internistischen Erkrankungen. Die Veränderungen entwickeln sich meist im jungen Erwachsenenalter und bleiben anschließend stabil.
Die Diagnose wird in der Regel klinisch gestellt. Therapeutisch stehen bei beiden Befunden vor allem ästhetische Aspekte im Vordergrund. Sowohl Xanthelasmen als auch Syringiome können chirurgisch oder mittels Laser entfernt werden, wobei Rezidive möglich sind. Während bei Xanthelasmen zusätzlich eine internistische Abklärung sinnvoll sein kann, handelt es sich bei Syringiomen um rein  gutartige Hautveränderungen ohne systemische Bedeutung.

Foto: Dr. Med. Christian Drerup

Dr. med. Christian Drerup

Der Facharzt für Dermatologie und niedergelassen Arzt in Müster ist Gründer einer teledermatologischen Plattform, bei der Patientinnen und Patienten online eine dermatologische Diagnose durch Hautärzte gestellt bekommen.
www.doctorderma.de

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