5 Tipps für ein friedliches Fest

22.12.2025
Foto: Roman Samborskyi/Shutterstock.com, Andrea Röthe

Als Kind freuten wir uns schon Wochen vorher auf Weihnachten und genossen den Zauber des Advents mit seinen vielen Lichtern und  Leckereien, die wir ohne schlechtes Gewissen  genossen. Heute als Erwachsene bedeutet das Fest oft vor allem eins: Stress und den Spagat, es allen recht machen zu wollen. So holst du dir den Zauber zurück!

Kennst du das auch? Vor lauter Planerei und Rennerei kommst du in der Adventszeit kaum dazu, die besinnliche Zeit zu genießen. Du bemühst dich, es für alle schön zu machen, versuchst, die Wünsche all deiner Lieben unter einen Hut zu bekommen. Und dann: Bist du am Fest selbst so k.o., dass du nur noch funktionierst. Oder noch schlimmer: Es kommt zum Streit, weil die unterschiedlichsten Vorstellungen aufeinanderprallen. Mit diesen Tipps kannst du Spannungen vorab entschärfen und für mehr Ruhe und Besinnlichkeit sorgen.

1. Die Erwartungen runterfahren

Die Werbung, kitschige Hollywoodfilme und die verklärten eigenen Erinnerungen machen uns glauben, dass an Weihnachten alles perfekt sein muss. Das Haus glänzt, es gibt ein ausgefeiltes Diner voller Tradition, alle tragen ihre schönsten Kleider. Und vor allem: Alle sind happy und in Harmonie vereint. Oft sieht die Realiät aber ganz anders aus. Und das ist auch o.k. so. müssen wir vielleicht mal eine kleine Pause einlegen. Weihnachten muss nicht perfekt sein, sondern echt. Also weniger Stress, weniger Perfektion, mehr Gespräche und mehr Ruhe.

2. Gute Kommunikation im Vorfeld

An einem traditionellen Fest wie Weihnachten prallen viele unterschiedliche Vorstellungen und familiäre Bräuche aufeinander. Das wird besonders brisant, wenn man zum Beispiel das erste Mal mit dem Partner und seiner Familie feiert, wenn eigene Kinder hinzukommen oder – besonders heikel –wenn Patchwork-Situationen entstehen. Es ist hilfreich, wenn man rechtzeitig im Vorfeld die verschiedenen Ideen abfragt, sammelt und miteinander bespricht. Das kann telefonisch oder per E-Mail geschehen, könnte aber auch bei einem lockeren Zusammentreffen im Herbst – zum Beispiel einem Spaziergang – erfolgen. So eine Planung kann schwierig sein, und meist können nicht alle Vorstellungen erfüllt werden, aber es ist auf jeden Fall besser, als wenn die Konflikte erst an Weihnachten eskalieren.

3. Einfach gewinnt!

Natürlich wollen wir alle an Heiligabend und an den Feiertagen etwas besonders Leckeres essen. Für mich persönlich steht aber bei der Essensplanung für die Feiertage im Vordergrund, dass sich dabei niemand abarbeitet. Als sehr hilfreich hat sich bei uns hier Arbeitsteilung erwiesen: Einer bringt die fertig vorbereitete Weihnachtsgans mit, ich steuere Vorspeise und Beilagen bei, und als Nachtisch tut’s auch mal einfach nur eine Kugel Zimteis mit heißen Sauerkirschen. Auch bei den Plätzchen müssen es nicht 10 elaborierte Sorten sein, wenn die „normalen“ Klassiker ohnehin alle am liebsten mögen. 

4. Pausen einplanen und: Raus ins Freie!

Ein ganz wichtiger Punkt für eine entspannte Weihnachtsplanung: Pack dir das Programm nicht zu voll, sondern plane auch ganz bewusst genügend Pausen und Rückzugsmöglichkeiten für alle ein! Die Kinder möchten am Weihnachtsmorgen auch mal mit den neuen Sachen spielen, und du selbst darfst dir Zeit für ein bisschen Erholung und ein gutes Buch gönnen. Also am besten nicht gleich für alle zwei Feiertage jeweils drei „Dates“ bei verschiedenen Verwandten einplanen, sondern vielleicht lieber einen Waldspaziergang mit Glühwein-Picknick für alle unternehmen. Sehr schön kann es auch sein, sich abends locker auf dem Weihnachtsmarkt zu einer Bratwurst und einem Punsch zu verabreden – so muss niemand kochen, aber man sieht sich und feiert zusammen. 

5. Den Augenblick genießen

Last, but not least: Manchmal hilft es, sich zwischendurch wieder darauf zu besinnen, worum es bei Weihnachten eigentlich geht: die Liebe und die Familie zu feiern. Versuche also, die schönen Dinge am Fest zu genießen: den Tannenduft deines Christbaumes, die leckeren (aber vielleicht nicht perfekten) Plätzchen, den Kerzenschein und den Glanz in den Augen deiner Liebsten. Finde Dankbarkeit in deinem Herzen, für das, was du hast. Und genieße es!

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