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Experimentierfreudiger Teenie
Junge Kunden sind experimentierfreudig, offen und an innovativen Produkten interessiert. Foto: Andrei Korzhyts/Shutterstock.com

Permanente Veränderungen gehören für junge Menschen zum Alltag. Sie nutzen parallel eine Vielzahl an Produkten und Medien und sind offen für Neuheiten. Das macht sie als Zielgruppe so interessant. Es lohnt sich, sich als Kosmetikerin an den relevanten Zukunftstrends zu orientieren und sich ihnen anzupassen. 

Auf den ersten Blick scheint der Verdienst an einem Teenie nicht allzu groß.

Doch bedenken Sie:

1. Teenies, die heute Ihr Studio besuchen, haben das Potenzial, Ihre Stammkunden von morgen zu sein!

2. Teenies sind super vernetzt und daher die perfekten Werbeträger! 

Frühes Interesse

Die Zahl der Jugendlichen im Kosmetikinstitut nimmt zu. Gründe für diese Entwicklung sind sicher das gesteigerte Körperbewusstsein und die Bereitschaft, vorhandene Hautprobleme rechtzeitig und effizient zu behandeln. Hauptsächlich Mädchen interessieren sich heute immer früher für Aussehen und Körperpflege, während Jungs meist Untertützung in Sachen unreiner Haut benötigen. 

Wichtig sind also zielgruppengerechte Angebote und Dienstleistungen. Es muss keinesfalls ausschließlich die Nagelmodellage sein. Schwerpunkte heute sind tatsächlich Gesichtsbehandlungen und der Kampf gegen  Problemhaut.

Nur wenige Teenager haben das Glück, mit einer reinen Haut und wenigen Pickelchen gesegnet zu sein. Die meisten leiden unter fettiger, trockener, empfindlicher und/oder unreiner Haut mit Rötungen. 

Die Talgdrüsen sind bei Jugendlichen besonders aktiv und in vielen Fällen entsteht eine Akne. So schwach der Trost für betroffene Teenies auch sein mag: Im Normalfall beruhigt sich die Haut nach der Pubertät wieder, wird ebenmäßiger und unempfindlicher. Bis es soweit ist, kann man jedoch einiges tun, um sie zu unterstützen. 

Geeignete Teeniebehandlungen verfolgen in der Regel ein Ziel. Dieses kann sein, Entzündungen zu hemmen, die Talgproduktion zu regulieren, die Haut zu beruhigen und/oder Feuchtigkeit zu spenden. Aber auch Wellnesstreatments nehmen junge Kunden gerne in Anspruch. In Kombination mit einer Maniküre sind Peelings, Masken und Massagen für die Hände sehr beliebt.

Kratzakne
Medizinisch gesehen ist die Kratzakne bei den „Skin Picking Disorder“-Erkrankungen einzuordnen. Foto: Andrei Korzhyts/Shutterstock.com

Kratzakne: meist Mädchen betroffen

Die Kratzakne ist eigentlich keine Akne im klassischen Sinn. Betroffene haben den Drang, kleine Hautstellen, Hautschüppchen oder imaginäre Mitesser, Pickel etc. permanent aufzukratzen oder versuchen, sie auszuquetschen. Dies kann zu einem erheblichen Gewebeschaden, der sogenannten Erosion oder schlimmstenfalls zur Exkoriation (Abschürfung, Substanzdefekt der Haut) führen. Da von dieser Sonderform der Akne meist Mädchen im Pubertätsalter betroffen sind, spricht man auch von „Acne excoriée des jeunes filles“.

Susanne Pfau, Kosmetikerin und Heilpraktikerin

Welche kosmetischen Mitteln und Wirkstoffe bei Kratzakne zum Einsatz kommen, lesen Sie in einem ausführlichen Fachbeitrag in einer der nächsten Ausgaben.

Attraktive Preise

Viele Hersteller haben sich darauf eingestellt, dass junge Kunden noch in der Schule, im Studium oder in der Ausbildung sind und nur ein geringes Budget für Hautpflege zur Verfügung haben. Eine Vielzahl an Marken hat günstige Pflegeprodukte für junge Haut im Angebot, die durch Preise im unteren Segment für die entsprechende Zielgruppe erschwinglich sind. Das ausgewählte Produkt sollte in jedem Fall zum aktuellen Zustand der Haut passen und nicht ständig gewechselt werden.

Maßgeschneidertes Angebot

Junge Kunden legen großen Wert auf die Qualität der Behandlung. Der Preis ist oft ein Kriterium für einen Institutsbesuch. Ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ist jungen Kunden  sehr wichtig. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, kreative Angebote zu gestalten. Schnüren Sie Pakete, die preislich attraktiv und bereits durch die Namensgebung als spezielle Angebote für Teenager erkennbar sind (z.B. Dream Teen, Young Basic, etc.). Der Einsatz hochpreisiger Produkte in der Kabine ist nicht notwendig. Im Fokus steht bei jungen Kunden meist das Ausreinigen der Haut. Daher kann man den Behandlungspreis pro Minute eher im unteren Level mit ca. 1,00-1,20 Euro ansetzen. Die Behandlung könnte umfassen: sanftes Reinigen, Ausreinigen und Maske. Die Behandlungszeit ist im unteren Bereich zwischen 30 und 45 Minuten anzusetzen.

Holen Sie sich ein „Like“!

Junge Kunden sind in der Regel sehr mobil und nutzen gleich mehrere Medien gleichzeitig. Bei dieser Zielgruppe hat die digitale Werbung ein großes Gewicht. Für Sie heißt das: Holen Sie die Jugend da ab, wo sie am häufigsten zu finden ist. Und das ist die digitale Welt (Facebook, Instagram, YouTube, etc.).

Teenager können für Sie die Werbetrommel rühren: Sind sie mit Ihrer Behandlung zufrieden, wird dies in den sozialen Medien geteilt. Bedenken Sie: Alles, was gefällt, wird gepostet, gelikt und kommentiert. Ist die Meinung positiv, ist dies perfekt auch für Ihr Marketing. 

Wenn Sie selbst mit Ihrem Institut ein Facebook-Profil besitzen, können Sie mithilfe junger Kunden wirksam und schnell eine große Bandbreite an anderen Usern und potenziellen Neukunden gewinnen. Wenn Sie zum Beispiel ein „Special für Teenies“ anbieten, eignet sich Facebook bestens, um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Verfassen Sie solche Posts sprachlich so, dass sich Jugendliche angesprochen fühlen.

Teenager shoppen online

Wir wissen, dass Teenager und Twens einen großen Teil ihrer Informationen aus dem Internet beziehen und auch gerne online shoppen. Mit einem Bonussystem kann man Kundenbindung erreichen und gleichzeitig durch gute Aufklärung und Beratung dem jungen Kunden optimale Unterstützung in der Hautpflege bieten. 

5 Tipps für Teenies und Twens

1.) Gründliche Gesichtsreinigung morgens und abends!

Einer der häufigste Fehler, die Jugendliche machen, ist auf die Reinigung der Haut zu verzichten. „Die Haut ist eh so trocken und empfindlich“, ist das Hauptargument. Außerdem kommen oft die falschen Produkte zum Einsatz, z.B. bei den Jungs nach dem Sport das Duschgel. 

2.) Bei einzelnen Unreinheiten Anti-Pickel-Produkt benutzen!

Diese Produkte werden lokal bei Unreinheiten angewendet ist gezielt und sind einfach zwischendurch aufzutragen. 

3.) Hände weg vom Gesicht!

Die Haut wird sonst immer wieder gereizt und Bakterien gelangen auf die Hautoberfläche. Hier ist Selbstdisziplin gefragt. Das Ausreingen ist Job der Kosmetikerin.

4.) Auf ständiges Wechseln der Produkte verzichten!

Eine Produktempfehlung sollte ausschließlich durch den Fachberater erfolgen. 

5.) Vorsicht bei Produkten mit fraglichen Inhaltsstoffen!

Manchmal stößt man im Internet oder im Ausland auf Produkte mit nicht ausreichend deklarierten Inhaltsstoffen. Hier ist es wichtig, sich vom unübersichtlichen Angebot nicht verwirren zu lassen und sich auf den Rat der Kosmetikerin zu verlassen. 

Amela Boetsch
Amela Boetsch

Amela Boetsch

Die Autorin ist gelernte Fachkrankenschwester und staatlich anerkannte Kosmetikerin mit über 15 Jahren Berufserfahrung. Sie ist Geschäftsführerin des Skin Wellity day Spa in Karlsruhe.

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