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Foto: wavebreakmedia/Shutterstock.com

Der Körper einer Schwangeren leistet Schwerstarbeit: Der Babybauch wächst, Haut und Bindegewebe verändern sich, ja sogar die Statik des gesamten Körpers. Durch das zunehmende Körpergewicht ändert sich das Gangmuster, was oft Fußprobleme wie Hornhaut und Hühneraugen mit sich bringt. Zudem können die Füße den Körper nicht mehr richtig unterstützen. Das führt zu Schmerzen in den Knien, in der Hüfte und im unteren Rücken.&nb

Veränderungen an den Füßen

Durch das zunehmende Gewicht drücken sich Längs- und Querbogen des Fußgewölbes förmlich durch, sodass die Füße an Höhe einbüßen und gleichzeitig länger und breiter werden. Der Fuß wird teilweise bis zu 10 Millimeter länger – das entspricht anderthalb Schuhgrößen. Daher ist eine Schuh- und Strumpfberatung für Schwangere wichtig und notwendig. 

Die Statik ändert sich und beim Laufen verändern sich Druck und Reibung. Je weiter die Fußform vom gesunden Ideal abweicht, desto stärker bildet sich Hornhaut. 

Des Weiteren wird im Lauf der Schwangerschaft die Haut trockener und neigt dadurch zusätzlich zu Verhornung vor allem an den Fersen.Ebenso kommt es zur Ödembildung. Die Füße schwellen an, wodurch Schuhe und Strümpfe enger sitzen und drücken. Druck und Reibung verstärken die Hornhautbildung. Bei Schwangeren verändert sich auch der Gang. Sie gleichen die Belastung beim Gehen und Stehen mit einem Hohlkreuz aus. Dadurch entsteht eine Art „Watschelgang“, bei dem die Fersen stärker belastet werden, was dort die Hornhautbildung ebenfalls fördert. 

Angepasste Arbeitsweise

Fast alle Frauen entwickeln bei fortschreitender Schwangerschaft Beschwerden. Der Rücken wird durch das ungewohnte Gewicht und die veränderte Köperbalance belastet und die Beine fühlen sich schwer an. Eine entspannende Pediküre kann viel zum Wohlgefühl beitragen.

Bereits zu Beginn der Pediküre ist auf eine ergonomische und bequeme Haltung der werdenden Mutter zu achten. Auch während der Pediküre kann es sein, dass die Position verändert werden muss, damit es nicht zu Verspannungen kommt.

Bei der normalen Pediküre ist darauf zu achten, dass der gesunde, normal gewachsene Nagel seiner natürlichen Form entsprechend in Form geschnitten wird. Verhornungen sind vorsichtig zu entfernen. Wenn Clavi entstanden sind, werden diese fachgerecht entfernt und der Bereich gepolstert. Wichtig ist, dass keine zusätzlichen Druckpunkte aufgebaut werden. Aufgrund der veränderten Fußstatik kann es zu einwachsenden Nägeln kommen. Da oft auch Ödeme auftreten, sind Klebespangen zu empfehlen, damit es zu keiner weiteren Reizung des Nagelfalzes kommt. 

Nach der Pediküre sollte die werdende Mutter mit einer entspannenden Fuß- und Beinmassage verwöhnt werden. In einer liebevollen Atmosphäre können Leib und Seele entspannen. Dabei müssen jedoch einige Kriterien beachtet werden! 

Der Bereich der Ferse und der Malleolengabel muss ausgespart werden, denn das ist in der Fußreflexzonenmassage der Bereich des Unterleibes. Eine Massage dieser Stellen könnte vorzeitige Wehen auslösen. Von einer Fußreflexzonenmassage ist dringend abzuraten!

Für die Massage können ätherische Öle eingesetzt werden, um das Wohlfühlen, Entspannen und Loslassen zu fördern. Da jede Schwangere unterschiedlich auf Düfte reagiert, sollte man mehrere Öle vorhalten. Wichtig ist, das Mischungsverhältnis genau zu beachten. Ätherische Öle sollten maximal 1-prozentig verdünnt werden (z.B. zwei Tropfen auf 10 ml Mandelöl). Unbedingt erforderlich ist, nur reine und natürliche ätherische Öle zu verwenden – keine synthetisch hergestellten Öle.

ÄTHERISCHE ÖLE FÜR SCHWANGERE

Verdünnt können diese Öle in der ­Schwangerschaft verwendet werden:

Echter Lavendel, Mandarine und andere ­Zitrusschalenöle, Rose sowie alle Blütendüfte (alle nur in Maßen!)

Auf gar keinen Fall dürfen die folgenden Öle in der Schwangerschaft verwendet ­werden:

Angelikawurzel, Anis, Basilikum, Bay, ­Bohnenkraut, Cistrose, Estragon, Fenchel, Kampfer, Majoran, Melisse, Minze, Muskat, Muskatellersalbei, Myrrhe, Gewürznelke, ­Origanum, Petersilie, Rosmarin, Schopf­lavendel, Spearmint, Thymian, Verbena, ­Wacholder, Ysop, Zimt und Zedernholz

Diesen Artikel finden Sie in der BEAUTY FORUM 07/17. Geschrieben wurde er von:

Anke Niederau | Die Autorin arbeitet seit 1989 als med. Fußpflegerin und seit 2004 als Podologin. Ihr Know-how gibt sie als Dozentin an verschiedenen Podologie­schulen sowie als freie Referentin und Buchautorin weiter.

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