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Pediküre
Foto: Yvonne Weber

Je wärmer es wird, umso stärker steigt die Nachfrage nach professionellen Fußpflegeangeboten. Besonders hoch im Kurs stehen haltbare Lackierungen mit UV-Lacken. Fußpflegeexpertin Yvonne Weber verrät, worauf es ankommt.

Längst hat sich das Image der Fußpflege gewandelt. Sie dient nicht mehr nur der Zweckmäßigkeit oder wird überwiegend von älteren Menschen in Anspruch genommen, sondern alle Altersklassen wissen mittlerweile diese Dienstleistung sehr zu schätzen. 

Das Motto lautet heutzutage, das Nützliche mit dem Schönen zu verbinden – zu entspannen und zu genießen. Durch wohltuende Massagen und Anwendungen wie Peelings, Fußmasken und Paraffinbäder wird aus einer einfachen Fußpflegebehandlung im Nu ein schönes Wellnesserlebnis. Peelings und Cremes in verschiedenen Duftrichtungen pflegen nicht nur die Füße, sondern verwöhnen Körper, Geist und Seele mit belebender Frische, fruchtigen Nuancen oder sinnlichen Arom

Voraussetzungen

Die Pediküre (kosmetische Fußpflege) als pflegerische und dekorative Maßnahme an gesunden Füßen darf frei ausgeübt werden. Um sie als professionelle Dienstleistung anzubieten, sind fundierte Fachkenntnisse unabdingbar. Entsprechende Aus- oder Weiterbildungskurse werden von Fußpflege- und Kosmetikschulen aber auch von namhaften Firmen der Branche angeboten. Wer auch medizinische Fußpflege bzw. Podologie anbieten will, muss eine zweijährige Ausbildung an einer staatlich anerkannten Fachschule absolvieren.&nb

Behandlungsablauf

Vor Behandlungsbeginn erfolgt zum persönlichen Schutz die vorschriftsmäßige Desinfektion der Hände, das Anziehen von Handschuhen sowie das Anlegen von Mundschutz und sonstiger Schutzkleidung.

Zunächst erfolgt eine gewissenhafte Inspektion der Füße und Zehennägel auf eventuelle Veränderungen. Es gibt eine Vielzahl von Anomalien, die unbedenklich sind und eine kosmetische Behandlung nicht ausschließen; im Zweifelsfall sollten diese dennoch vorab fachärztlich abgeklärt werden. Zum Einstieg kann ein Fußbad von ca. drei bis fünf Minuten Dauer bei einer Temperatur von ca. 33 bis 36° C durchgeführt werden. Desodorierende, mild desinfizierende und antibakterielle Zusätze sind hierfür besonders geeignet. Die (Horn-)Haut wird weich und kann leichter bearbeitet werden; zudem wird sie durch die Wärme aufnahmebereiter für Pflegestoffe.

Der trockene Fuß wird mit einem Hautdesinfektionsmittel sachgerecht desinfiziert, um anschließend die erforderlichen Arbeitsschritte der Pediküre durchzuführen – vom Kürzen der Nägel bis zur Glättung der Hornhaut an Fersen und Ballen. 

Als Finish sind polierte und glänzende Zehennägel beliebt. Zur Unterstreichung der Natürlichkeit bieten sich auch zarte Farben an. Das Must-have im Sommer sind jedoch strahlende und kräftige Farben.

Lackieren mit UV-Lacken

Mittlerweile sind auch die sogenannten UV-Lacke aus der Fußpflege nicht mehr wegzudenken. Sie werden wie herkömmliche Nagel­lacke verarbeitet, aber ihr großer Vorteil ist das schnelle „Trocknen“, genau genommen das Aushärten mithilfe eines UV- oder LED-Lichthärtungsgerätes. Danach sind sie sofort voll belastbar und versprechen eine Haltbarkeit von mehreren Wochen auf den Zehennägeln – ideal z.B. für Urlaubsreisen.

Für eine optimale Haftung der UV-Lacke muss die Nageloberfläche trocken und fettfrei sein, z.B. indem sie mit einem Fräser oder Buffer sanft mattiert wird. 

Auf einen Base Coat folgen zwei dünne Schichten Farblack sowie ein Top Coat als hochglänzende Versiegelungsschicht. Jede einzelne Schicht wird nach dem Auftragen im UV- oder LED-Lichtgerät ausgehärtet.&nb

Preiskalkulation

Die Preise für eine Basispediküre liegen im Schnitt bei 20 bis 25 €. Zusatzdienstleistungen, wie zum Beispiel Peelings, Fußmasken, Paraffinbäder sowie die dekorative Gestaltung, werden zusätzlich berechnet. Empfohlen wird, ca. 1 € je Arbeitsminute für die Kalkulation anzusetzen. 

Zusätzlich darf auch der Produktverkauf für die Heimpflege nicht vergessen werden. Der Verkaufspreis sollte einer Kalkulation von Einkaufspreis plus ca. 75 Prozent entsprech

Marketingmaßnahmen

Sollten Sie Pediküren nicht dauerhaft im Programm Ihres Instituts haben, bieten sich bei Einführung für kurze Zeit Sonderangebote an. Auch ein „Tag der offenen Tür“ oder Werbe-Handzettel können Ihnen neue Kunden bringen. Vielleicht besteht auch die Möglichkeit eines kleinen Artikels in der regionalen Presse – ein solcher ist oftmals kostenfrei oder inklusive einer Werbeanzeige. Aber eines ist sicher: Die beste und günstigste Werbung erhalten Sie durch zufriedene Kunden, die Sie weiterempfehlen!

Nagelhaut entfernen
1. Überschüssige Nagelhaut wird sanft von der Nagelplatte entfernt, z.B. mit einem speziellen Fräseraufsatz. Foto: Yvonne Weber
Nägel kürzen mit Nagelzange
2. Mit der Nagelzange werden die Nägel fachgerecht gekürzt. Danach werden 
die Ränder geglättet. Foto: Yvonne Weber
Nagelfalz und -ecken korrigieren
3. Nagelfalz und Nagelecken werden sondiert, gründlich gesäubert und gegebenenfalls geglättet. Foto: Yvonne Weber
Nagelhautreste entfernen
4. Abstehende verhornte Nagelhautreste werden vorsichtig mit einer 
Hautzange entfernt. Foto: Yvonne Weber
Nageloberfläche glätten
5. Die Nageloberfläche wird 
mit einem geeigneten Fräseraufsatz geglättet 
und gegebenenfalls poliert. Foto: Yvonne Weber
Hornhaut entfernen
6. Hornhaut an Fersen und Ballen wird vorsichtig entfernt und mit einem Kappen­schleifer geglättet. Foto: Yvonne Weber
UV-Lackierung Base Coat
7. Bei der UV-Lackierung wird zunächst ein Base Coat als Grundierung aufgetragen 
und ausgehärtet. Foto: Yvonne Weber
Farblack auftragen
8. Der Farblack wird in zwei dünnen Schichten aufgetragen, danach wird versiegelt. Jede Schicht wird ausgehärtet. Foto: Yvonne Weber
Nagelöl auftragen
9. Als Abschlusspflege wird Nagelöl aufgetragen und 
eine Pflegecreme kurz einmassiert. Foto: Yvonne Weber

YVONNE WEBER

Die gelernte Bürokauffrau absolvierte Ausbildungen zur Nagelmodellistin und kosmetischen Fußpflegerin und führt ihr eigenes Studio. Neben Dienstleistungen rund um die Hand- und Fußpflege bietet sie auch Eyelash-Extensions an.

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