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Cellulitebehandlung durch Infrarotstrahlung und vakuumgekoppelte Radiofrequenztechnologie. Fotos: Haut- und Laserzentrum München
Cellulitebehandlung durch Infrarotstrahlung und vakuumgekoppelte Radiofrequenztechnologie. Fotos: Haut- und Laserzentrum München

Wenn auch konventionelle Behandlungen nicht zur gewünschten Silhouette führen, kann mit einer Vielzahl moderner Gerätschaften nachgeholfen werden. Welche dies sind, erklärt Nadja Mokhtari.

Eine gute Figur machen – wer möchte das nicht? Oftmals lässt das angestrebte Schönheitsideal jedoch auf sich warten. Immer häufiger werden dann Kosmetikerinnen mit konkreten Vorstellungen konfrontiert. Neben dem Verlust einiger Zentimeter an Bauchumfang steht das Glätten von Cellulitedellen oder die Straffung erschlaffter Haut ganz oben auf der Wunschliste. Um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden, erweitern immer mehr Kosmetikinstitute ihr Portfolio um ein großes Repertoire an apparativen Hightechbehandlungen.

Die risikoarmen Optimierungsmaßnahmen bieten für fast jede Problemzone eine Lösung, sind nahezu schmerzfrei, ohne Downtime und eine hoch effektive Alternative zu minimalinvasiven Körperbehandlungen. Wichtig zu wissen: Die innovativen Körperformungsgeräte vollbringen keine Wunder. Sie können pro Anwendung nur ein handflächengroßes Areal behandeln und sind ausschließlich zur gezielten Bekämpfung lokaler Problemzonen gedacht. 

Powerduo: Infrarot und RF

Der „VelaShape III“ verbindet die Behandlung von Cellulite mit Fettreduktion, Lymphdrainage sowie Gewebsstraffung und ist für jede Stelle des Körpers geeignet, die Konturierung benötigt. Die Methode kombiniert Infrarotstrahlung mit vakuumgekoppelter Radiofrequenztechnologie (RF), was zu einer tiefen Erwärmung der Fettgewebszellen, des Bindegewebes und der darin enthaltenen Kollagenfasern führt. Gleichzeitig werden Fibroblasten zum Bau der extrazellulären Matrix aktiviert. Das Ergebnis: Eine Reduktion erschlaffter Partien sowie die allgemeine Verbesserung der Hautstruktur. 

Ablauf: Während des Treatments wird die Haut einerseits mit einer Vakuummassage bearbeitet, gleichzeitig sendet der Behandlungskopf des Geräts aber auch Radiofrequenzwellen und Infrarot in tiefe Gewebsschichten. Die Haut erwärmt sich auf 40 – 42 °C. Sehr sensible Patienten empfinden dies als unangenehm, aber durchaus erträglich. Ein positiver Effekt zeigt sich bereits nach der ersten Sitzung. Um beispielsweise eine deutliche Reduktion des Oberschenkelumfangs zu erzielen, bedarf es jedoch dreier Behandlungen, am besten im Abstand von jeweils zwei Wochen. 

Das Multitalent: Ultraschall

In der Kabine vielseitig einsetzbar, zählt Ultraschall inzwischen zu den Klassikern unter den apparativen Behandlungen und wird immer häufiger für den Körper angewendet. Der  derzeit innovativste Ultraschallapparat für das Bodyforming ist meiner Meinung nach der „Accent Prime“. 

Er ist für Kunden gedacht, die an Oberschenkeln oder Gesäß von Natur aus zu einem schlaffen Bindegewebe neigen. Die Ultraschallwellen bewirken eine kontinuierliche Gewebeerwärmung auf bis zu 42 °C, wodurch selbst hartnäckige Fettzellen zerstört werden. Gleichzeitig leitet das Gerät Radiofrequenzwellen mit 40,68 MHz direkt in das Gewebe. Das Ergebnis ist eine Stimulierung der Kollagensynthese sowie eine Verkürzung der Fasern (Kollagen-shrinking). 

Ablauf: Nach dem Auftragen des Kontaktgels wird der plattenförmige Applikator über die Haut geführt. Dank seiner XXL-Größe können Schenkel und Gesäß in nur 30 Minuten behandelt werden. Die Intensität lässt sich je nach Hautdicke und gewünschtem Effekt individuell einstellen. Trotz der integrierten Kühlung wird das Treatment von hitzeempfindlichen Patienten teilweise als schmerzhaft empfunden. Direkt nach der Behandlung kann es zu minimalen Rötungen kommen, die aber spätestens am Folgetag wieder abklingen. Für ein bestmögliches Resultat sollten fünf Sitzungen im Abstand von je sieben Tagen erfolgen. Das endgültige Ergebnis ist nach rund 180 Tagen zu erwarten.

Die Tiefenmassage soll Cellulitedellen glätten und die Haut straffen. Fotos: Haut- und Laserzentrum München
Die Tiefenmassage soll Cellulitedellen glätten und die Haut straffen. Fotos: Haut- und Laserzentrum München

Die Neuauflage: Lipomassage

Bereits in den 1980er-Jahren von dem Franzosen Louis Paul Guitay entwickelt, hat sich die patentierte, nach den Initialen seines Erfinders benannte Bindegewebsbehandlung fortlaufend weiterentwickelt. Die neueste Generation des „LPG Cellu M6“-Moduls wirkt wie eine Tiefenmassage, die Cellulitedellen glättet und die Haut strafft. Das Prinzip beruht auf zwei gegeneinander rotierenden motorisierten Rollen, die im Behandlungskopf sitzen. Sie sind mit einer abgedichteten Kammer und einem computergesteuerten Ansaugsystem gekoppelt, mit dem das Unterhautgewebe an Oberschenkel, Hüften, Bauch oder Po massiert und zeitgleich mit Sauerstoff versorgt wird. Das aktiviert den Abbau von Fettzellen und regt Durchblutung sowie Lymphfluss an.

Ablauf: Um die Haut zu schonen und die Lipomassage so angenehm wie möglich zu gestalten, zieht der Kunde eine hauchdünne Spezialhose an. Erst dann wird der Behandlungskopf platziert und kreuzförmig über die Problemzonen bewegt. Die dabei entstehenden Hautwellen rollt der Apparat abwechselnd ein und wieder aus. Je nach zu behandelndem Areal variiert die Anwendungsdauer zwischen 40 und 60 Minuten. Idealerweise sollte dem Patienten eine sechswöchige Kur empfohlen werden, die aus insgesamt zwölf Einheiten besteht.

Der Upcomer: Cupping 

Das Schröpfen (engl. Cupping) ist in den USA bereits absolut im Trend. Dabei werden runde Glasbehälter auf die Haut gesetzt, in denen zuvor ein Unterdruck erzeugt wird. Mittels streichender Massagebewegungen werden die Fettzellen mobilisiert und anschließend auf natürlichem Weg über die Lymphbahnen abtransportiert. Das regt die Blutzirkulation an, löst Verklebungen im Gewebe und reduziert leichte Cellulite.

Ablauf: Bei der Vakuummassage saugen die kugelförmigen Gefäße die Haut an. Auf einem Ölfilm werden die Schröpfgläser dann in streichenden und kreisenden Bewegungen in Richtung der Lymphe hin und her bewegt. Toller Nebeneffekt: Nach der Sitzung ist die Haut extrem aufnahmefähig. Die Wirkung hochkonzentrierter entschlackender Wirkstoffe kann somit um ein Vielfaches erhöht werden. Am besten wirkt das Cupping-Treatment in Form eines Kurpakets mit vier bis fünf Anwendungen.   

App. Lymphdrainage 2.0 

Als Alternative zur manuellen Variante gibt es bereits seit Längerem die apparative Lymphdrainage. Die Spezialhose arbeitet nach dem Prinzip des Druck-Luft-Austauschs, wodurch die Beine gezielt massiert werden. Auf diese Weise werden Stoffwechselprodukte sowie Gewebsflüssigkeit aus dem Körper geschwemmt. Außerdem beschleunigt die Spezialhose den Fettabbau, unterstützt das Venensystem der Beine und verbessert die Hautbeschaffenheit. Neben Flüssigkeitseinlagerungen und damit verbundenen lokalen Schwellungen an den Beinen wird gleichzeitig auch das Erscheinungsbild von Cellulite deutlich verbessert. 

Ablauf: Für die Behandlung trägt der Kunde eine Spezialhose, die bis zur Taille reicht. Sie verfügt über integrierte Luftkammern, die abwechselnd mit Druck befüllt und wieder entleert werden. Je nach Intensität, die sich individuell anpassen lässt, dauert die Sitzung zwischen 40 und 55 Minuten. Das Treatment kann zeitgleich mit anderen Behandlungen, beispielsweise einem Facial, angeboten werden. Für ein lang anhaltendes Ergebnis sind zunächst sechs Einheiten notwendig, anschließend sollte fortlaufend alle sechs Wochen eine Sitzung stattfinden.

Die Topkombis

Das eine Multifunktions-Tool für alle Problemzonen gibt es nicht. Jedes der Körperformungsgeräte ist ein Spezialist auf seinem Gebiet. Grundsätzlich wird zwischen hautstraffenden und cellulitebekämpfenden Behandlungen unterschieden. Um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, lassen sich einzelne Treatments aber nach dem Baukastensystem kombinieren. Welche Apparate zusammenpassen, hängt von den individuellen Gegebenheiten ab und sollte immer in Absprache mit einem erfahrenen Dermatologen erfolgen.

Ein Beispiel, das sehr gut harmoniert: Infrarot und Radiofrequenz zusammen mit der Lipomassage. Die erste Behandlung bringt die Fettzellen zum Schmelzen und festigt die Haut. Die Lipomassage regt die Lymphaktivität an und trägt zur Minderung von Cellulite bei. Weitere erfolgreiche Kombinationen: Die Lipomassage mit Ultraschall zur Remodellierung der Silhouette und Reduktion von Fetteinlagerungen sowie das Cupping-Treatment mit Infrarot und RF zur Straffung und Umfangreduzierung der Oberschenkel und zur Glättung leichter Dellen. 

Das Rundumprogramm

Um langfristige Resultate zu erzielen, sollte auch immer der Lebensstil der Kundenh betrachtet und gegebenenfalls angepasst werden. Es empfiehlt sich, die Kunden bereits beim Beratungsgespräch darauf hinzuweisen. So kann individuell ein Behandlungsplan erstellt werden, der neben ausgewogener, gesunder Ernährung auch auf sportliche Aktivitäten eingeht. Ideal ist hier eine Mischung aus Ausdauer- und Krafttraining. Aber auch regelmäßige Massagen mit einem Peelinghandschuh aus Sisal oder spezielle Pflegeprodukte mit Koffein und Menthol können zusätzlich das Erscheinungsbild der Problemzonen verbessern. Außerdem ist unbedingt darauf zu achten, mindestens vier Wochen nach den Behandlungen konsequent einen möglichst hohen Sonnenschutz zu verwenden.

Diesen Artikel finden Sie in der BEAUTY FORUM 6/17, geschrieben von
NADJA MOKHTARI | Die Kosmetikerin leitet die Medizinkosmetik im Haut- und Laserzentrum an der Oper in München. www.haut-und-laser-zentrum.de 

Kalkulationsbeispiele

Kalkulationsbeispiele für die vorgestellten Kombibehandlungen finden Sie über die BEAUTY FORUM-Suchleiste unter dem Stichwort „Kombis kalkulieren“.

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