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Maniküre beim Mann
Foto: InnerVisionPro/Shutterstock.com

Der Unterschied zwischen einer Maniküre für Männer im Vergleich zur Handpflege für Frauen ist in erster Linie bei den verwendeten Pflegemitteln zu suchen. Darüber hinaus darf man ruhig unterstellen, dass bei Männern, die eine Maniküre buchen, eine gehörige Portion Pragmatismus im Spiel ist, vergleichbar mit einem Besuch beim Friseur. Was erwarten Männer?

1. Die Fingernägel sollen gekürzt und in Form gebracht werden.

2. Die Nagelhaut sollte glatt und geschmeidig werden; je nach Beanspruchung der Hände kann das ein wesentlicher Eckpfeiler einer guten Männermaniküre sein.

3. Das Wohlfühlerlebnis dürfte eine eher untergeordnete Rolle spielen.

Vor der Bearbeitung des Naturnagels sollte man sich ein paar Fakten bewusst machen: Die Nagelplatte erneuert sich durch das Wachstum aus der Nagelwurzel heraus. Die Wachstumsgeschwindigkeit beträgt ca. 1 mm pro Woche, wobei das von Nagel zu Nagel an derselben Hand unterschiedlich sein kann. Die Nagelplatte hat eine Stärke von ca. 0,3 bis 0,5 mm.

Fachgerechtes Feilen

Das Formfeilen der Naturnägel sollte mit einer Sandblattfeile erfolgen, die eine Körnung (Grit) von mindestens 180 oder besser 240 hat.

Die Form des Naturnagels sollte nur im Bereich des freien Rands beeinflusst werden. Feilt man leichtfertig die Seitenlinien des Naturnagels, führt das nicht selten zu Bagatellverletzungen im Nagelbett oder am Nagelwall, die einen schmerzhaften Umlauf (Paronychie) zur Folge haben können.

Perfekte Politur

Der Arbeitsschritt „Polieren“ kann auf zwei unterschiedliche Weisen erfolgen. Zum einen kann man direkt polieren, z.B. mit der weißen Fläche der Polierfeile. Hierbei ist kaum Abrieb feststellbar; allerdings setzt diese besonders schonende Methode einen sehr glatten und gleichmäßig gewachsenen Fingernagel voraus.

Weitaus häufiger hat man es aber mit dem rilligen Nagel zu tun, dessen Oberfläche sehr uneben ist. Mit Bufferfeilen ab einer Körnung von 180 können Rillen sichtbar geglättet oder entfernt werden, um anschließend die Nagelplatte zu polieren. Dieser Effekt sorgt beim Erstbesuch der Kunden nicht selten für ungläubiges Staunen.

Da etwa 10% der Nagelplatte dem Abrieb durch die Bufferfeile zum Opfer fallen, ist bei Folgeterminen darauf zu achten, dass die bereits geglättete Oberfläche nur noch poliert wird und nur der dorsale Teil des Nagels gebuffert wird, der neu herausgewachsen ist. Zu dünn gefeilte Nägel sind nicht reparabel und können sich im Laufe der Zeit entweder verformen oder am freien Rand ausfransen.

Gepflegte Nagelhaut

Der beste Freund der trockenen Nagelhaut ist das Nagelöl. Aber Achtung: Nagelöle in Pinselflaschen sind reine Verkaufsprodukte. Als Profi sollte man unter Beachtung der Hygienevorschriften das Nagelöl nur mit einer Pipette aufträufeln.

Überschüssige Nagelhaut wird mit einem stumpfen Gegenstand von der Nagelplatte in Richtung Nagelwurzel nach hinten geschoben. Gerne dürfen auch verbliebene Nagelhautreste mit einem geeigneten Bit durch den Einsatz einer Elektrofeile oder mit einer Nagelhautzange entfernt werden. Abstehende, offensichtlich abgestorbene Hautreste sollten ebenfalls vorsichtig mit der Nagelhautzange beseitigt werden. Dass dabei kein gesundes Gewebe zerstört werden darf, versteht sich von selbst.

Den Abschluss einer guten Maniküre und damit auch den Wohlfühlpart, übernimmt die Handmassage, die bis zum Handgelenk oder maximal bis zu den Ellenbogen der Kunden ausgeführt wird. Hierzu gibt es viele Ansätze, vom reinen „Eincremen“ der Hände bis hin zu fantasievollen Anleihen aus der ayurvedischen Massage. Sie ist ein schöner Abschluss, aber nicht essenziell notwendig.

Ralf Bartsch führte ein eigenes Nagelstudio in Solingen, wurde in der Industrie als Verkaufsleiter von Hollywood Nails bekannt und wechselte wieder zurück an den Nageltisch. Der geprüfte Nageldesigner HWK gründete die Fachschule Naildesign. 

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