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Nicole Pechmann

Nicole Pechmann

Ich bin seit 2015 Fachkosmetikerin, Wellnessmasseurin und Besitzerin des Kosmetikstudios Santulana in Tittling. Im Dezember 2016 habe ich die Ausbildereignung, also Teil IV des Meisters, in Schwandorf erfolgreich abgeschlossen. Momentan befinde ich mich in der Vorbereitung für den Teil I Fachpraxis und Teil II Fachtheorie in der privaten Berufsfachschule für Kosmetik Schmalzbauer-Liebl in Tittling. Im Dezember darf ich, um alles abzurunden, noch die wirtschaftliche und rechtliche Prüfung Teil III in Deggendorf absolvieren. Ich bin sehr froh, dass es jetzt auch für das Kosmetikgewerbe die Möglichkeit gibt, den Meisterbrief zu erhalten. Es gibt so wertvolle und talentierte Kolleginnen, die ihre hervorragenden Fähigkeiten so unter Beweis stellen können. Das ist auch eine meiner Motivationen – schwarz auf weiß eine Bestätigung meines Wissens für mich und meine Kunden. Der Meistertitel hat in der Gesellschaft einen sehr hohen Stellenwert. Er ist zwar sehr aufgabenreich, aber nur deswegen auch eine besondere Auszeichnung. Deshalb rate ich allen Kosmetikerninnen, sich dieser Aufgabe zu stellen. Denn schließlich machen wir es doch nicht nur für uns, sondern auch für unsere wertvollen Kunden, die uns schon treu und voller Vertrauen zur Seite stehen oder es in Zukunft tun werden. 

Kerstin Liebl

Kerstin Liebl

Ich war dieses Jahr gleichzeitig Meisteranwärterin und Meisterdozentin an der privaten Berufsfachschule für Kosmetik Schmalzbauer-Liebl in Tittling (Lkr. Passau).

Der Vorbereitungslehrgang bei uns an der Schule war gegliedert in zwei intensive 10-Tage-Block-Präsenzphasen (November 2016 und Februar 2017) und eine Prüfungsvorbereitungswoche (März 2017). Meine praktische Prüfung (Teil 1) habe ich im Zeitraum 28.02. – 02.03.2017 in Regensburg „gemeistert“, meine theoretische Prüfung (Teil 2) am 29.05.2017 an der Handwerkskammer Deggendorf. Die Prüfung von Teil 4 (Ausbildereignungsprüfung) habe ich am 20.03.2017 ebenfalls an der Handwerkskammer in Deggendorf absolviert. Teil 3 (Kaufmännische Betriebsführung) musste ich aufgrund meines erfolgreich abgeschlossenen BWL-Studiums nicht mehr ablegen. Somit habe ich nach nur sechs Monaten am 29.05.2017 meine letzte Meisterprüfung erfolgreich beendet.

Ich habe bereits 2006 meine Fachkosmetik- und Wellnessmasseurausbildung an der privaten Berufsfachschule für Kosmetik Schmalzbauer-Liebl in Tittling absolviert und in der Zwischenzeit viele Fachfortbildungen und auch meine Heilpraktikerausbildung abgeschlossen. Allgemein hat sich seit meiner Grundausbildung vieles auf dem Beautymarkt verändert. Das war auch der Grund weshalb ich durch die Meisterausbildung mein Fachwissen auf den neuesten Stand bringen und mich außerdem von anderen Kosmetikerinnen abheben wollte. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Meistertitel einfach nach wie vor diesen besonderen „Klang“ und Status hat.  

Er bezeugt, dass die Fachkraft sich intensiv mit ihrem Beruf und den Anforderungen auseinandergesetzt hat, bereit ist, ihr Wissen zu vertiefen, und „meisterlich“ arbeitet. Ich wollte diesen Beweis meines Wissens – für mich, meine Kunden und natürlich auch für unsere unsere Schülerinnen. Der Titel stellt endlich das Kosmetikgewerbe mit anderen Handwerksberufen gleich. Denn leider wird der Berufsstand der Kosmetikerin oftmals etwas belächelt. Der Meistertitel stellt allerdings eine deutschlandweit anerkannte Auszeichnung von überdurchschnittlichen Fähigkeiten und Wissen dar.

Da es im Kosmetikhandwerk bisher möglich ist, sich sofort nach der Grundausbildung selbstständig zu machen, ist der freiwillige Meistertitel ein umso größeres Aushängeschild für die Kosmetikerin. Außerdem können sich Kosmetikmeisterinnen mit dem Titel jetzt auf einem sehr intensiv umkämpften Markt viel einfacher positionieren.

Lisa Giloy

Lisa Giloy

Die Handwerkskammer Wiesbaden war die erste in Deutschland, die mit der Vorbereitung zur Meisterprüfung begann. Die Berufsfachschule für Kosmetik in Wiesbaden übernahm den ersten Meisterkurs Teil 1 und 2, an dem ich sofort teilnahm. Die Prüfungen hierzu fanden im Februar 2016 statt.

Ich habe schon immer viel Wert auf eine sehr gute Ausbildung gelegt. Nach meinem Abschluss zur staatlich geprüften Kosmetikerin wollte ich daher noch ein zusätzliches Qualitätssiegel, das mich von anderen Kosmetikerinnen hervorhebt. Da ich einen Beruf als Lehrkraft an einer Kosmetikfachschule angestrebt habe, ist es für mich natürlich doppelt so wichtig, mir so viel Fachwissen wie möglich anzueignen. Außerdem ist es so, dass die staatliche Prüfung eigentlich der höhere Abschluss ist, weil er weltweit gültig ist.    

Allerdings hat der Meister in Deutschland und in den Nachbarländern einen sehr hohen Stellenwert. Diese Anerkennung des Berufes Kosmetikerin war mir sehr wichtig, da man teilweise leider immer noch belächelt wird. Ich finde es natürlich gut, dass es die Möglichkeit gibt, diesen Titel zu erwerben. Es ist sehr schade, dass keine einheitlichen Ausbildungsstandards in Deutschland gelten, sodass es leider immer noch große Unterschiede zwischen den verschiedenen Kosmetikerinnen gibt. Der Ruf der ganzen Branche leidet unter einigen „schwarzen Schafen“. Um diese nicht mehr konkurrenzfähig zu machen, finde ich es wichtig, dass man sich als wissbegierige, professionelle Kosmetikerin ständig weiterbildet und das Niveau seiner Arbeit möglichst hochhält. Dazu bietet der Meister eine hervorragende Chance.

Ich rate es Ihnen, um das Ansehen der ganzen Branche zu steigern. Je mehr gut ausgebildete, professionelle Meisterinnen es im Kosmetikgewerbe gibt, desto attraktiver wird der Beruf und man kann mehr junge Leute dafür begeistern. 

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