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Schwangerschaftspflege
Foto: Dmitry Kalinovsky/Shutterstock.com

Bieten Sie Ihrer Kundin gezielte Profipflege, eventuell in Form eines Schwangerschaftsabos alle vier bis sechs Wochen inklusive mindestens einer Behandlung nach der Entbindung an.  So lassen sich u.a. Hyperpigmentierungen, Hautjucken, Rötungen, Teleangiektasien, Dehnungsstreifen und Schwanger­schafts­dermatosen verhindern bzw. vermindern. Bereits vorhandene Hauter­krankungen können sich sowohl zum Guten als auch zum Schlechten verändern. Wassereinlagerungen im Gewebe lassen die Gesichtshaut zwar oft glatt und faltenfrei aussehen, doch in den Beinen führen sie nicht selten zu Problemen und Schmerzen.  

Die Gesichtshaut wird trockener oder fetter, wobei das Hautbild der fetten und seborrhoischen Haut oft feiner und die Haut rosig aussieht. Unreine Haut und Psoriasis verbessern sich meist und Allergien gehen häufig zurück. Selten geschieht das auf Dauer. Alles gute Gründe, die Pflege in der Kabine und zu Hause auf die veränderten Umstände abzustimmen. 

Oftmals werden die bisherigen Produkte einfach nicht mehr vertragen. Generell sind unnötige, hautbelastende und irritierende Inhaltsstoffe zu meiden und bei Hautjucken ist die Haut zu beruhigen, kühlen und mit Feuchtigkeit zu versorgen.&nb

Behandlungstipps

Was Sie Ihrer Kundin im 1. Schwangerschaftsdrittel empfehlen sollten: 

– Zahnarztbesuch, um Parodontitis (kann das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen) vorzubeugen. 

– Beim Internisten oder Endokrinologen Funktionscheck der Schilddrüse machen lassen, da ihre normale Funktion wichtige Voraussetzung für eine gesunde Schwangerschaft ist. 

– Am Diabetes-Screening teilnehmen, da Diabetes eine der häufigsten Schwangerschaftskomplikationen für Mutter und Kind darstellt. 

– Hohen mineralischen Sonnenschutz auftragen, um Hyperpigmentierungen (u.a. Chloasmen) vorzubeugen. Schwangere haben mehr Pigmente in der Haut als Nichtschwangere. 

– Dehnungsstreifen an den Brüsten vorbeugen, da sie bis zu zwei Körbchengrößen wachsen können.

 – Kundinnen, die zu Hautunreinheiten neigen, haben nun oft noch mehr. Hier ist eine gezielte Behandlung durch Sie optimal.

Für das 2. Schwangerschaftsdrittel:  

– Eine optimale Magnesiumversorgung verhindert Muskelkrämpfe.

– Auf den Vitamin-E-Status achten. Er steht für eine schöne Haut der Mutter und für einen gesunden Fötus (Wachstum/Gewicht). Für Spätgebärende und bei künstlicher Befruchtung kann eine optimale Vitamin-E-Zufuhr die Risiken für Frühgeburten verringern.

– Zusatzbehandlungen für Bauch und Brust rücken in den Fokus.    

Für das 3. Schwangerschaftsdrittel:  

– Ihre Kundin sollte mit der Dammmassage beginnen, um die Haut zwischen Vagina und Po zu dehnen.

– Zupfmassagen an Bauch und Brüsten helfen, Dehnungsstreifen zu verhindern. Elastinampullen helfen. Der Hang zu Schwangerschaftsstreifen ist genetisch bedingt. Selbst die beste Pflege wird Schwangerschaftsstreifen – zumindest leichte – bei einer Bindegewebsschwäche nicht ausschließen können. Es reichen leichte, kreisende Bewegungen. 

– Spezielle Stützstrümpfe helfen den Venen, da die Hormone zu einer Erweiterung der Blutgefäße und ggf. zu Krampfadern führen können.  

Massagen mit Creme oder Öl können helfen, Schwangerschaftssteifen bei Ihrer Kundin vorzubeugen. Foto: nenetus/Shutterstock.coim
Ebenso sind Teilkörpermassagen an Rücken, Armen, Unterschenkeln und Füßen im Institut zu empfehlen. Foto: nenetus/Shutterstock.coim

Dos: 

– Teilkörpermassagen an Rücken, Armen, Unterschenkeln und Füßen.

– Ausgiebige Pflege von Bauch, Ober-/ Unterschenkel und Brustbereich. 

– Regelmäßige sanfte Massagen mit Creme oder Öl beugen Schwangerschaftsstreifen vor.

– Ayurveda-, Weizenkeim-, Rosen-, Feuchtigkeits-, Thalasso-, Harmonie- bzw. klassische reizarme Behandlungen. 

– Extrakte aus Schachtelhalm, Birke, Rosmarin wirken belebend, bindegewebsstärkend, durchblutungsfördernd, Hafer lindert Irritationen und Juckreiz.

– Wirkstoffe: Aloe vera, Bisabolol, Weizenkeime, Schlehenblüten, Rose, Mandel, Birke, Jojoba, Lavendel, Ringelblume, Citrus, Lemongras, Gelée royale, Kakao- und Sheabutter, Vitamine A und E.

– Duschen mit pH-neutralen und Vollbäder (37–38 °C) mit rückfettenden Zusätzen.

– Milde Reinigungslotionen ohne Alkohol.

– Tgl. Fuß- und Beinmassage, von unten nach oben mit durchblutungsfördernder Lotion o. Ä.   

– Hohe mineralische LSF. 

– Sport, vor allem Schwimm

Dont‘s: 

– Bindegewebs- und kräftige Körpermassagen. 

– Aromatherapien.

– Kampfer, Nelke, Ingwer und Zimt können Wehen auslösen.

– Phenol, Menthol, Salicylsäure, Quecksilbersalze in Behandlungen (toxisch für den Fötus), vor allem bei großflächigen Anwendungen.

– Arnika, Kamille, Calendular können die Haut reizen.  

– Wärme- und physikalische Anwendungen.

– Lange Bäder.

– Intensive und aggressive Peeling- und Reinigungsprodukte. 

– Alkohol, Farbstoffe, Konservierungsmittel, Paraffine, PEG/PEG-Derivate, Silikone, Vitamin A, Retinol, Retinoide, Nanopartikel, chemische LSF, Bleichmittel, Talkumpuder, Phthalate, Palmöl, Aluminiumsalze, Triclosan, Formaldehyd, Polyethylenglykol, 
Botox und botoxähnliche 
Substanzen. 

Tipp

Schwangere sind sehr oft hypersensibel. Sie erwarten von Ihnen vorrangig Kompetenz, Know-how, Feinfühligkeit und Hilfe. Da aus heiterem Himmel bestimmte Gerüche in Cremes, Ölen etc. Übelkeit oder Ekel hervorrufen können, sollte vieles vor dem Einsatz erschnuppert werden. Das schafft Vertrauen. 

Weitere Tipps und den genauen Ablauf des Schwangerschaftstreatments von Christiane Laszig finden Sie unter www.beauty-forum.com/schoen-und-schwanger.html

Christiane Laszig
Christiane Laszig

Christiane Laszig

Die Fachkosmetikerin und Maskenbildnerin arbeitet für Film und Fernsehen und bildet Visagisten aus. Themenschwerpunkte der freien Autorin sind die Bereiche ganzheitliche Kosmetik, Anti-Aging und Make-up.

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