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Der Experte bringt die Fäden an den eingezeichneten Stellen unter die Haut. Eintritts- und Austrittsstellen werden davor lokal betäubt. Foto: Apples Eyes Studio/Shutterstock.com

Das Prinzip des Fadenliftings ist in der ästhetischen Medizin keineswegs eine Neuheit. Die Methode wurde bereits 1969 entwickelt – damals noch mithilfe von permanenten Goldfäden. Ziel war die Verjüngung und Bildung einer neuen Verdichtung der Haut und eine Verbesserung der Blutversorgung. 

Dennoch kam es immer wieder zu Komplikationen durch den Einsatz von permanent im Gewebe verbleibendem Material. Das Gold der Fäden, als Fremdkörper in die Haut eingebracht, führte häufig zu starken Abstoßungsreaktionen. Manchmal wanderten die Fäden auch, d.h. sie verließen ihre Ursprungsposition. Zudem bestand das Risiko, dass sie sich dadurch unter der Haut abzeichneten. Teilweise mussten sie daher operativ entfernt werden. Diese Komplikationen führten berechtigterweise zu einem zweifelhaften Ruf der Goldfäden. 

Resorbierbares Material

Die neue Fadengeneration ist durch die Verwendung von resorbierbarem Material sicher und dadurch attraktiv für den Patienten. Denn sie ermöglicht ein natürliches Straffen von Gesicht und Körperregionen mit minimierten Risiken, für das bisher keine signifikante Anti-Aging-Therapie vorlag. Zudem steigt die Nachfrage kontinuierlich, da bei vielen Patienten der Wunsch nach einem natürlichen Lifting ohne große Operation besteht. Es gibt verschiedene Techniken, um die Fäden einzusetzen, aber grundsätzlich wird der Faden in die Unterhaut eingebracht. 

Behandlungsablauf

Zunächst wird der genaue Sitz des Fadens bzw. der Fäden vom Experten eingezeichnet. Dann werden die Eintritts- und Austrittsstellen lokal betäubt. Selbstverständlich erfolgt das Einbringen der Fäden unter sterilen Bedingungen. Die Behandlung dauert 15 bis 40 Minuten, je nach Aufwand, Anzahl der Fäden und Gesichtsregion. 

Die Fäden werden teilweise oberflächlich (unter den Augen), meist jedoch ins sogenannte SMAS (das Superficial Muscular Aponeurosis System, also eine feste Faserplatte, die die Gesichtsmuskeln mit der Haut verbindet), also subdermal eingebracht. 

Nach dem Einbringen in die Haut ziehen bei der Verwendung von Fäden mit Widerhaken die Haken die Haut zusammen und verursachen eine gewünschte Fibrose (Vermehrung des Bindegewebes), durch die das Weichteilgewebe neuen Halt bekommt. 

Diese Liftingeffekte halten das Gewebe dort, wo es hingehört. Durch das Platzieren des Fadens reagiert die Haut und bildet neues Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure. Das bedeutet, dass der Liftingeffekt auch nach Auflösen des Fadens noch erhalten bleibt, es kommt zu einer sogenannten zusätzlichen „Straffung von innen“. 

Dennoch wird die allgemeine Hautalterung dadurch nicht aufgehalten, daher empfiehlt sich eine Wiederholung der Behandlung je nach individueller Alterung alle 1,5 bis ca. 3 Jahre. 

Ergänzende Behandlungen 

Bei einer ästhetischen Behandlung sollte der Behandler immer das Gesamtbild des Patienten im Auge haben. Da jedes Gesicht sowie dessen Alterungsverlauf stets individuell ist. Daher haben sich Kombinationsbehandlungen in den letzten Jahren mehr und mehr bewährt. Mit einem Fadenlifting werden zwar erschlaffte Hautpartien gestrafft und neu modelliert und das Gewebe wird zur Kollagenproduktion im Bereich der Platzierung angeregt, aber dennoch kommen ergänzend häufig Botulinumtoxin, Hyaluronsäure (z.B. zum Volumenaufbau); Laserbehandlung und Microneedling zur Hautverfeinerung zum Einsatz.

Dr. Daniel S. Müller | Der Dermatologe ist Experte für Fadenlifting in der Rosenpark Klinik, Darmstadt.

www.rosenparkklinik.de

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