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Bei akuten, aber auch bei langfristigen Sonnenschäden führt Ranina Janz bei ihren Kunden gerne die Jetpeel-Behandlung durch. Foto: Ranina Janz

Welche Hautschäden können durch Sonne entstehen?

Die möglichen Hautschädigungen durch ein Zuviel an Sonne lassen sich gut nach den unterschiedlichen Strahlungsarten unterteilen:

UV-A (A wie Alt): Durch diese Strahlen werden die Kollagen- und Elastinfasern zerstört. Das beschleunigt die Hautalterung. Wie bei einer ausgeleierten Matratze sinkt die Oberhaut ein und es entstehen Falten. Zudem versucht die Haut, sich vor der Sonne zu schützen und verdickt die Epidermis. Es entsteht bei häufiger und längerer UV-A-Bestrahlung eine sogenannte „Lederhaut“. Auch Hyperpigmentierungen der Haut gehen auf Sonnenbestrahlung zurück. Ferner sind die UV-A-Strahlen für die sogenannte Lichtdermatose verantwortlich.

UV-B (B wie Brennen): Diese Strahlen sind für den Sonnenbrand verantwortlich. Der Sonnenbrand stellt eine starke Verletzung der Haut dar. Die Haut kann ihre natürliche Schutzfunktion nicht weiter übernehmen. Die Bildung von Hauttumoren jedweder Art wird der erhöhten UV-B-Strahlung zugeordnet, wobei inzwischen auch der Einfluss der Infrarot-A-Strahlen bekannt ist.

Zusätzlich zu den Hautschäden können noch weitere negative Einflüsse durch die UV-B-Strahlen auftreten. Die körpereigene Bildung von T-Zellen wird durch ein Zuviel von UV-B-Strahlen gehemmt, was zu einem geschwächten Immunsystem führen kann. Zudem gibt es einen Zusammenhang mit dem Auftreten von Augenerkrankungen wie dem Grauen Star und einer UV-B-Exposition.

Infrarot-A: Die Auswirkung von Infrarot-A-Strahlung auf die Haut wird erst seit kürzerer Zeit erforscht. Festzuhalten ist, dass es sich bei den IR-A-Strahlen um die Wärmestrahlen handelt, die wir bei unserem Sonnenaufenthalt verspüren. Diese dringen deutlich tiefer in die Haut ein als UV-A oder -B-Strahlen und nehmen dort direkten Einfluss auf unsere DNA. Deshalb wird nach neuesten Erkenntnissen den IR-A-Strahlen eine Mitschuld am Auftreten von Hauttumoren gegeben.

Welche Hautschäden sind irreparabel und welche kann man behandeln?

Die Kosmetikerin kann im Falle eines leichten Sonnenbrandes, der sich in einer deutlichen Rötung und Erwärmung der Haut bemerkbar macht, durch kühlende und feuchtigkeitsspendende Behandlungen und Produkte eine Soforthilfe bieten. Sobald sich jedoch Brandblasen auf der Haut bilden, gehört dies in die Hand eines Arztes. Bei den „langfristigen“ Hautschäden wie der oben angesprochenen „Lederhaut“ kann die Kosmetikerin mit verschiedenen Behandlungen und Produkten die Hautregeneration anregen und eine Verbesserung des Hautbildes erreichen.

Die Behandlung der Hyperpigmentierungen ist ein interessantes kosmetisches Feld. Wichtig ist hier herauszufinden, welche Faktoren neben der reinen Sonnenbestrahlung noch eine Rolle spielen. Das können Hormone, Medikamente oder aber auch topisch aufgetragene und phototoxisch wirkende Stoffe wie Parfüm sein. Mit „Whitening-Produkten“ kann man diesen Hyperpigmentierungen entgegenarbeiten. Ein vollständiges Verschwinden ist jedoch nicht garantiert. 

Alle tumorartigen Schäden der Haut gehören umgehend in ärztliche Behandlung und Überwachung.

Welche Behandlungs­maßnahmen eignen sich?

Bei den Maßnahmen muss wieder unterschieden werden zwischen den akuten Schäden und den Langzeitschäden. Bei einem akuten Sonnenbrand ist Kühlung die allererste Maßnahme. Beruhigende und kühlende Produkte finden sich häufig auf Gelbasis und enthalten Wirkstoffe wie Aloe vera, Panthenol, Boswellia, Mikrosilber oder Ectoin. In der Kabine kann auch gut ein Kollagenvlies zum Einsatz kommen. Alle apparativen sowie alle anregenden Behandlungen sind hier tabu. Ausnahme ist die Behandlung mit Eiswellenkugeln und die berührungsfreie Behandlung mit dem Jetpeel. Diese Behandlungen unterstützen die Haut in ihrem Heilungsprozess. Auf alle manuellen Massagen muss verzichtet werden.

Bei den Langzeitschäden wie der vorzeitig gealterten Haut geht es darum, den Regenerationsprozess der Haut anzuregen und die Kollagen- und Elastinbildung zu steigern. Ganz wichtig hierbei sind Antioxidanzien, die auch als Nahrungsergänzung zu empfehlen sind. 

Alle anregenden Behandlungen wie z.B. Mikrodermabrasion, Microneedling, Radiofrequenz und Ultraschall sowie die Versorgung der Haut mit tiefenreparierenden Wirkstoffen sowie Durchblutungsmasken sind empfehlenswert.

Zur Behandlung von Hyperpigmentierungen werden die betroffenen Bereiche lokal mit apparativen Methoden wie Mikrodermabrasion, Microneedling oder Jetpeel behandelt. Auch bei der Heimpflege muss die Kundin die entsprechenden Whitening-Wirkstoffe lokal auf die Hyperpigmentierung auftragen.

In welchen Abständen sollte die Kundin kommen?

Im Falle der akuten Behandlung ist in der Regel mit einer schnellen Verbesserung der Hautsituation zu rechnen. Je nach Schwere reichen 1 bis 2 Behandlungen innerhalb einer Woche aus. Zu Hause sollte die Kundin mit den entsprechenden Produkten bis zum vollständigen Verschwinden der Hautrötung mit den beruhigenden Maßnahmen weiter- pflegen. Zusätzlich sollte sie nach dem Abklingen mit Seren oder Ampullen der Haut die verloren gegangene Feuchtigkeit wieder zuführen.

Bei der Behandlung von Langzeitschäden muss die Kundin einen häufigeren Besuch im Institut einplanen. Solche Schäden sind nur im Rahmen einer Kurbehandlung über einen längeren Zeitraum erfolgreich zu behandeln. Empfehlenswert ist hier der wöchentliche Besuch im Institut, bei dem die unterschiedlichen apparativen Behandlungen eingesetzt werden. Diese Behandlungsintervalle können nach dem ersten Monat in einen 2-Wochen-Rhythmus für weitere 3 Monate übergehen. 

Unbedingt erforderlich ist dabei die entsprechende Heimpflege mit Cosmeceuticals, die entsprechend dem Hautbild und der Jahreszeit täglich zu benutzen sind. 

Wie lange dauert es, bis sich sonnengeschädigte Haut wieder erholt hat?

Hier kommt es natürlich auf sehr individuelle Dinge an. 

Grundsätzlich gilt: die Haut vergisst keinen Sonnenbrand! Somit summieren sich Sonnenschäden auf. Extrem wichtig wäre daher, direkt nach einer „Überdosis Sonne“ über einen Zeitraum von mindestens 3 Monaten innerlich und äußerlich Antioxidanzien zuzuführen, damit die Haut in der Tiefe die Eigenreparatur durchführen kann.

Wenn wir sonnengeschädigte Altershaut behandeln, ist der Schaden über einen längeren Zeitraum schon entstanden. Wie schnell hier eine Hautbildverbesserung möglich ist, hängt unter anderem von der Art der Behandlung, den Behandlungsabständen und der regelmäßigen Anwendung passender Cosmeceuticals ab. 

Erfahrungsgemäß muss man hier von mindestens einem Jahr intensiver Behandlung ausgehen, wobei manche Schäden mit kosmetischen Maßnahmen nicht wieder komplett zu reparieren sind.

Unsere Expertin

Ranina Janz ist gelernte Dermo-Kosmetikerin, Heilpraktikerin und Spa- und Wellnessmanagerin. Sie führt das Institut Skin Medical by Ranina Janz in Korschenbroich.

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