
Brazilian Waxing
Depilationsangebote haben jetzt Hochkonjunktur. Dabei geht es nicht mehr nur um schöne, glatte Beine: Der Trend schlechthin ist die Haarentfernung im Intimbereich –„Brazilian Waxing“ – in den verschiedensten Varianten.
Sprach man im Zusammenhang mit der Enthaarung im Intimbereich früher schlicht von „Bikinizone“, fallen heute Begriffe wie „Hollywood“, „Landing Strip“ oder „Brazilian Triangle“. Was diese Begriffe genau bedeuten, erklärt Sibylle Stolberg von „Wax in the City“ in Berlin:
„’Brazilian Waxing’ ist der Oberbegriff für die Haarentfernung mit Wachs im Intimbereich. Beim ‚Brazilian Hollywood Cut’ wird der Venushügel komplett enthaart, beim ‚Brazilian Landing Strip’ bleibt ein schmaler Haarstreifen auf dem Venushügel zurück, beim ‚Brazilian triangle’ ein Dreieck. Natürlich sind auch andere Formen und Muster möglich. So kann man bei ‚Brazilian Special’ aus verschiedenen Motiven (z.B. Herz, Pfeil etc.) wählen, d.h., die Haare bleiben in Form des Motivs stehen.“
Kalt oder warm?
Bei der Wachsenthaarung stehen generell verschiedene Methoden zur Auswahl: Kaltwachs, das mit Vliesstreifen entfernt wird, Warmwachs, das in der Regel aufgerollt und ebenfalls mittels Vliesstreifen entfernt wird, sowie Heißwachs. Letzteres wird mit dem Spatel aufgetragen, kühlt auf der Haut ab und wird nach dem Erstarren – ohne Vliesstreifen – abgezogen. Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile und auch eine spezifische optimale Temperatur, bei der das Wachs aufgetragen wird.
Wichtig dabei sei, so Sibylle Stolberg, dass man die gelernte Methode richtig anwende und die entsprechende Anleitung beachte: „Mit Vlies arbeitet es sich anders als ohne, Kaltwachs birgt nicht die Gefahr des Verbrennens, dafür öffnen Warm- und Heißwachs die Poren leicht, so dass der Prozess des Enthaarens an sich etwas leichter bzw. weniger schmerzhaft ist. Wir arbeiten mit der Heißwachsmethode, also ohne Vliesstreifen.“
Optimal für das Waxing ist eine Haarlänge von vier bis fünf Millimetern. Bei der Nachbehandlung kommt es auf die gewählte Methode und auf den speziellen Wunsch des Kunden bzw. dessen Hautreaktion an: „Bei manchen ist eine Pflege wichtig, weil die Haut nach dem Wachsen sehr trocken ist, andere brauchen eher ein wenig Kühlung, wieder andere möchten nur Puder, um die leicht gereizte Haut zu beruhigen“, schildert die Waxing-Expertin ihre Erfahrung aus der Praxis.
In Mode: „unten ohne“
Im Sommer 2005 gründete Sibylle Stolberg zusammen mit Christine Margreiter das erste „Wax in the City“-Studio in Berlin. Seitdem hat sich einiges geändert: „Wollten die Kunden früher vor allem Beinenthaarungen, wird heute in erster Linie die Enthaarung des Intimbereichs nachgefragt. Dieser Trend setzt sich immer stärker durch. Die Menschen fühlen sich damit gepflegter, gefallen sich besser. Es ist einfach in Mode.“
Wer mit dem Gedanken spielt, diese Dienstleistung im Institut anzubieten, sollte allerdings technisch sehr versiert sein, denn: „Beim ‚Brazilian Waxing’ werden auch Venushügel, Schamlippen und Pofalte und beim Mann Penisschaft und ggf. Hoden komplett enthaart“, erklärt Sibylle Stolberg. „Da es sich um sehr empfindliche und sehr intime Körperstellen handelt, sollte man dies nur anbieten, wenn man die gewählte Methode sicher beherrscht. Entscheidend ist es bei „Brazilian“-Angeboten auch, ein professionelles, aber unverkrampftes Klima zwischen Kunden und Behandler herzustellen. Unsere Mitarbeiter werden daher bei den Schulungen ganz intensiv auf den richtigen Umgang mit den Kunden vorbereitet.“
km